Daten, Zahlen, Fakten Alleestraße

Im Folgenden sind einige Daten, Zahlen und Fakten, die im Laufe der Planung diskutiert wurden, aufgearbeitet. Auch hier unterliegen die Informationen dem Grundsatz, ausschließlich auf den Unterlagen der Planer und Verwaltung zu basieren. Eine Beurteilung  der Informationen obliegt Ihnen.

Baum gezeichneter Pfad

Wie viele Bäume sind in der Planung der Variante 3 im Vergleich zu dem heutigen Bestand vorgesehen?

Bestand: ca. 89 Bäume
Variante 3: ca.102 Bäume

Wie viele Parkplätze sind in der Planung der Variante 3 im Vergleich zu dem heutigen Bestand vorgesehen?

Bestand: 106 Parkplätze
Variante 3: 87 Parkplätze 102 Bäume

Parkplatz
Parkplatz

Gibt es grundsätzlich genug Parkraum für PKW in dem Bereich der Innenstadt?

 Mit dem Antrag vom 20.02.2020 hat die CDU-Fraktion die Erstellung eines Parkraumkonzeptes für die Innenstadt von Halle (Westf.) beantragt. In der BVA-Sitzung am 04.06.2020 wurde der Antrag durch den Ausschuss beschlossen (DS-Nr. 363/2020). Im Folgenden sind die Ergebnisse der Vorstellung aus der 6. Sitzung des HFA vom 17.03.2021 Zitiert. Alle Unterlagen und Niederschriften sind über den Quellenlink abrufbar.  
 
„Das Fazit des Ingenieurbüros lautet, dass in der Innenstadt von Halle (Westf.) für alle motorisierten Verkehrsteilnehmer derzeit ein ausreichender Parkraum vorhanden ist. Bedingt durch die aktuelle Corona-Pandemie kann es durchaus sein, dass es bei den Erhebungsdaten Abweichungen zum Normalbetrieb gibt und dass die Auslastung des Parkraumes im Normalfall höher ist. Die ausgewerteten Ergebnisse zeigen aber dennoch, dass es einen deutlichen Puffer gibt und dass auch im Normalbetrieb keine Probleme zu erwarten sind.“ 

 
„Im Ergebnis der Bestandsaufnahme sei festzuhalten, dass die Parkplätze gut ausgelastet, aber nicht überlastet sind.

Es besteht aus fachtechnischer Sicht kein Handlungsbedarf.“ 
 
„…Herr Stenkhoff erläutert, dass die Parkplätze in Summe in Spitzen 

gut ausgelastet, aber nicht überlastet seien. Die Berücksichtigung eines „Corona-Faktors“ gestalte sich schwierig. Hier gebe es für den ruhenden Verkehr bis heute keine belastbaren Annahmen. Allerdings seien die Auswirkungen voraussichtlich nicht sehr hoch und selbst eine Zunahme von 10% würde den Haller Parkraum nicht überlasten. Somit seien, wenn überhaupt, punktuelle Auswirkungen auf die Untersuchungsergebnisse zu 

erwarten.“ 

 
Quelle:https://rim.hallewestfalen.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZaHk0x5uaUxNFGUeCb2XyG4 

Ergeben sich aus der aktuellen Vorplanungsvariante 3 Zeitverluste für Rettungsfahrzeuge bei der Befahrung der Straße im Einsatzfall?
 

In der 8. Sitzung des BVA am 08.06.2021 wurde die Frage der CDU-Fraktion von dem Fachplaner Dr. Kaulen beantwortet.
„ Dr. Kaulen versichert, dass mit einem Zeitverzug bei Rettungsfahrzeugen und Feuerwehr nicht zu rechnen sei.“

 
Quelle: Vorgang DSNr. 171/2021:https://rim.hallewestfalen.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZRdeTPiYDI6-KalF7XbPLgo

Rettungssanitäter
Verkehrskegel

 
Welche Auswirkungen hat Tempo 30 in Städten? 

Dazu hat der Städte- und Gemeindebund Nordrein-Westfalen für die Sitzung des BVA vom 11.10.2017 folgende Informationen bereitgestellt. Alle Unterlagen und Niederschriften sind über den Quellenlink abrufbar. 
 
„Das Umweltbundesamt hat klassische Fragestellungen rund um Tempo 30 aufgegriffen und Messungen an geschwindigkeitsbeschränkten Strecken ausgewertet. Wesentliche Ergebnisse sind im Folgenden dargestellt: 
 
…Die Funktion einer innenstädtischen Hauptverkehrsstraße für den Kfz-Verkehr wird durch Tempo 30 nicht oder nicht nennenswert beeinträchtigt. … Es entstehen Reisezeitverluste an Tempo-30-Strecken. Sie liegen zwischen 0 bis 4 Sekunden je 100 Meter. Volkswirtschaftlich relevant ist das auch bei längeren Abschnitten oder mehreren Streckenregelungen kaum. ::: Tempo 30 führt in der Mehrzahl der untersuchten Fälle zu wahrnehmbare Lärmentlastungen. …Tempo 30 hat positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit. Vorliegende Studien ergeben keine Anhaltspunkte für gegenteilige Annahmen, wie zum Beispiel abnehmende Sicherheit durch Dissonanz von Tempo und Erscheinungsbild der Straße.  
 
 
Quelle: Vorgang 00770/2017 https://rim.hallewestfalen.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZX-YE_V_vDUH16gOjjtyuqc

Verlagert sich der Verkehr durch Tempo 30 auf umliegende Straßen und „Ausweichstrecken“? 

Dazu hat der Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen für die Sitzung des BVA vom 11.10.2017 folgende Informationen bereitgestellt. Alle Unterlagen und Niederschriften sind über den Quellenlink abrufbar.
 
„Bisherige Tempo-30 Anordnungen auf Hauptverkehrsstrecken haben nach bisherigen Untersuchungen nicht zu nennenswerten Verlagerungen geführt. Der Netzzusammenhang sollte jedoch immer beachtet werden….“
 
Quelle: Vorgang 00770/2017 https://rim.hallewestfalen.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZX-YE_V_vDUH16gOjjtyuqc

Fahrrad-Ampel
Watermelon Fahrrad

Wie werden Schutzstreifenlösungen für Radfahrer allgemein von z.B. Polizei o.ä eingeordnet? 

Während des Planungsprozesses gab es bei der Diskussion um die Vorplanungsvariante 2 mehrere Stellungnahmen von Behörden. 
Eine Übersicht findet sich in der Beschlussvorlage des BVA vom 18.02.2020, abrufbar über den untenstehenden Quellenlink. Die Stellungnahmen wurden auf Beschluss des BVA vom 31.10.2029 angefordert (DS-Nr. 234/2019). 
Mit der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Gütersloh, der Bezirksregierung und der Kreispolizeibehörde wurde die Planung am 20.01.2020 erörtert. 
 
Kreispolizeibehörde  

- Radverkehrsanlagen auf den Nebenanlagen haben ein hohes Unfallrisiko. Die Nebenanlagen sollten reine Gehwege werden. Eine Konfrontation zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern gerade im Bereich der Bushaltestellen sollte vermieden werden.  

- Eine Schutzstreifenlösung wird auch für die Alleestraße favorisiert.  

- Der Verkehrsraum sollte so gestaltet werden, dass dieser zu der Geschwindigkeit von 30 km/h passt. Ein Querschnitt von 6,50 m verleitet zum schnelleren Fahren. Eine Einengung durch Schutzstreifen wäre hierfür geeignet.  

 

 Straßenverkehrsbehörden Kreis Gütersloh und Bezirksregierung 

- Der Ausweisung von benutzungspflichtigen Fuß- und Radwegen wird nicht zugestimmt. Somit wird es beim Recht für Fahrradfahrer die Straße zu benutzen bleiben.  

- Die Planung birgt ein Gefahrenpotential an den Bushaltestellen. Vorzugsweise sollten die Fahrradfahrer auf die Fahrbahn geleitet oder eine Buskaplösung angestrebt werden.  

- Die Schutzstreifen auf der Bahnhofstraße werden positiv gesehen.  

- Eine Schutzstreifenlösung wird auch für die Alleestraße favorisiert.  

- Die Straßenbreite mit 6,50 m auf der Alleestraße wird in den Regelwerken als kritisch und problematisch beschrieben. Eine Einengung mit Schutzstreifen kann dem entgegen wirken.  

 

Feuerwehr  

Es wird ein Gesamtkonzept für die Innenstadt gefordert. Kleine Tempo-30 Zonen werden unkritisch gesehen. Eine generelle Herabsetzung der Geschwindigkeit wird kritisch gesehen. 
 
Quelle: 
Vorgang DSNr. 332/2020 
https://rim.hallewestfalen.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZQ43B3zrP3xQpBdizjvDRK4 

Gibt es offizielle Zahlen zu Unfällen im Bereich der Alleestraße und südlichen Bahnhofstraße? 

In einer Mitteilungsvorlage aus dem BVA vom 25.25.2021 wurde die Unfallstatistik für diesen Bereich Vorgestellt.

Eine Detaillierte Auswertung ist abrufbar über den Quellenlink.
 

„Die Unfallstatistik beinhaltet alle Unfälle in dem Bereich der Bahnhofstraße südlich der Kättkenstraße bis zum Ortsausgangsschild auf der Alleestraße.

Die Unfälle sind nach Jahren gestaffelt.

Es wurden die Jahre 2018 – 2020 von der Kreispolizeibehörde Gütersloh ausgewertet.
 

Im Jahr 2018 gab es insgesamt 37 Unfälle im Bereich des vorgenannten Straßenabschnittes. Bei zwei dieser Unfälle waren Fußgänger beteiligt. Es gab einen Unfall unter Beteiligung von Fahrrad-fahrern. Bei einem der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fußgängern, kam es zu einer schwer verletzten Person. Bei einem Verkehrsunfall gab es eine leichtverletzte Person.
 

Im Jahr 2019 gab es 50 Unfälle. Bei fünf Verkehrsunfällen waren Fahrradfahrer und bei zwei Verkehrsunfällen waren Fußgänger beteiligt. Bei fünf der vorgenannten Verkehrsunfälle gab es leichtverletzte Personen.
 
Im Jahr 2020 gab es 28 Unfälle. Bei zwei Verkehrsunfällen waren Fahrradfahrer und bei einem Verkehrsunfall waren Fußgänger beteiligt. Bei zwei dieser Unfälle gab es leichtverletzte Personen.

Bei insgesamt zwei Verkehrsunfällen waren ausschließlich Fahrradfahrer involviert. In allen anderen Fällen war unter den Unfallbeteiligten jeweils ein Kraftfahrzeug. Alle übrigen Unfälle ereigneten sich unter Kraftfahrzeugen.“
 

 
Quelle: Vorgang DSNr. 186/2021 
https://rim.hallewestfalen.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZdmMq80yEYatVGLCSLdJiWQ

City Crosswalk
Euros

Ist mit der aktuellen Vorplanungsvariante 3 mit weiteren Förderungen zu rechnen und entspricht die Planung den aktuellen Richtlinien?

In der 8. Sitzung des BVA am 08.06.2021 wurde von dem Fachplaner Dr. Kaulen folgendes erläutert:  
 
„Dr. Kaulen erläutert zu den Planungen, dass alle aktuellen und auch die jetzt absehbar zukünftig geplanten Richtlinien vollständig berücksichtigt wurden. Die Planungen aus dem Jahr 2011 haben bereits im Jahr 2015 nicht mehr den geltenden Richtlinien entsprochen. Das Land NRW fördere die Nahmobilität sehr intensiv. Das Nahmobilitätskonzept der Stadt Halle (Westf.) sei eine sehr gute Voraussetzung der Förderung. Aktuell könne mit einer Förderung nur bis in das Jahr 2023 gerechnet werden. Dies liege daran, dass der Bund sich lediglich drei Jahre an solche Förderprogramme binden dürfe. Expert*innen gehen davon aus, dass eine Förderung auch über diesen Zeitpunkt hinaus möglich sein werde.“